Projekt

 

Den Great Himalaya Trail auf seiner Highroute im Winter als zu erstes zu begehen. Bereits vier Jahre beschäftige ich mich mit meinem aktuellen Projekt; einmal bin ich bereits gescheitert.

Über 6.000m hohe Pässe, Temperaturen bis -35°C, totale Abgeschiedenheit, zig tausende Höhenmeter und ein total offenes Ende. Die erste Klein-Expedition auf der längsten und höchsten Trekkingroute der Welt verlief gänzlich anders als geplant. Krankheit – vorzeitiger Abbruch – Heimreise. Im Winter 2018/19, zwei Jahre später, möchte ich es ein zweites Mal probieren.

Aber worum geht es und vor allem was motiviert mich?

Die fixe Idee dazu bekam ich während der Recherchen zu meiner Wegeforschung: Der Klimawandel führt zu trockeneren Wintern und damit zu schneefreien Passübergängen. Dies führte mich zu der Frage, wie die Bergbewohner Nepals damit umgehen.

Mich reizt schlichtweg auch das Abenteuer: Schaffen wir die extreme Herausforderung, den Great Himalaya Trail auf seinem höchstem Abschnitt das erste Mal im Winter zu begehen? Der östliche Abschnitt des GHT ist der höchste und technisch anspruchsvollste. Er führt durch das Heimatgebiet der Sherpa, dem Volksstamm meiner nepalesischen Freunde. Hauptsächlich sind wir aber weit ab vom Schuss, wir durchqueren einige der letzten Urwälder Ostnepals, steigen zwischendurch bis in tief eingeschnittene Flusstäler ab, bewegen uns aber größtenteils im extremen Hochgebirge zwischen 4.000 und 6.200m.

Es gibt sogar eine Beziehungskiste! Die Chronik einer ungewöhnlichen Freundschaft, entstanden aus dem schrecklichen Erdbeben 2015. An die Stelle meines im Erdbeben verstorbenen Mentors, des Hochgebirgsforschers Prof. Dr. Matthias Kuhle, rückte ein neuer Himalaya-Mann: Pemba Jangbu Sherpa, mehrfacher Mount Everest Besteiger, Sirdar und ebenfalls junger Familienvater. Inzwischen haben wir uns mehrfach gegenseitig zuhause besucht. 

Zusammen mit der Kamerafrau Julia Brunner und dem Fotografen Martin Pötter breche ich ende Dezember 2018 zu einer zweiten Expedition auf. Das Ziel ist ein Filmportrait dieser Expedition, eine Fotoreportage und das Sammeln weiteren Materials.

Hier der Link zum Prolog-Film, zu einem BR Beitrag und einigen Moods von der ersten Expedition.